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Am Haff

© Gintarė Skroblytė

„Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, daß man sie eigentlich ebensogut wie Spanien und Italien gesehen haben muß, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll.“ – Wilhelm von Humboldt

Die Zeichnerin und Graphikerin Gintarė Skroblytė ist selbst an der Kurischen Nehrung auf litauischer Seite aufgewachsen und widmet sich in diesem Zyklus ihren ganz eigenen Empfindungen von Heimat am Haff. Diese Serie ist im Verlauf von mehr als zweieinhalb Jahren entstanden; tatsächlich handelt es sich bei diesen Arbeiten um die erste größere und zusammenhängende Radierfolge der Künstlerin seit ihrer preisprämierten Pessoa-Reihe zu unserer  Edition No.1 der Weißen Reihe von 2012. Die Besonderheit: Die Graphiken wurden überwiegend abfallend, also ohne Büttenrand, gedruckt – was die enorme Intensität der einzelnen Motive noch unterstreicht. Da auf diese Weise gewissermaßen sehr persönliche Arbeiten entstanden sind, hat die Künstlerin entschieden, dass es zu dieser Serie definitiv keine Auflage geben wird. Allerdings konnten wir Gintarė Skroblytė nicht zuletzt aufgrund des so positiven Echos zu dem Artikel in der Graphischen Kunst (Herbst 2015) dazu überreden, von diesem auch für ihr künstlerisches Gesamtverzeichnis so wertvollen Zyklus zumindest 3 Kassetten – jeweils mit E.A.-Drucken – zu produzieren.

„Wenn Sie also glauben, daß Heimat eine Erfindung hochfahrender Beschränktheit ist, dann möchte ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen, sie ist weit eher eine Erfindung der Melancholie.“ – Siegfried Lenz

 

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