Verlag / Weiße Reihe

Edition No. 4

Attila József – in ungarischer Namensform József Attila – gilt in seiner ungarischen Heimat als ein verehrter Volksdichter und Erneuerer der ungarischen Dichtung des 20. Jahrhunderts. Seine Poesie ist außerordentlich vielschichtig und vereint Elemente der ungarischen Volkslieder mit denen der modernen europäischen Literatur, Realismus und Abstraktion sind nebeneinander präsent. Selbst ein zeitlebens Gepeinigter und zutiefst Leidender, berührt Attila die existentiellen Fragen des Menschen und vermag mit seiner Dichtung gleichsam jeden persönlich zu berühren und spricht zu all jenen, die sich nach Schönheit und dem Menschlichen sehnen. Attila, der „Frühvollendete“, steht gleichbedeutend für poetische Vollkommenheit, für politischen Mut, für Menschlichkeit und Integrität und nicht zuletzt für Unbestechlichkeit und Glaubwürdigkeit. Die Malerin und Druckgraphikerin Daniela Schlüter hat sich für diese Edition intensiv mit der Lyrik von Attila József befasst. In der für sie typischen, sprichwörtlich vielschichtigen Arbeitstechnik – über den Weg großformatigen, expressiven Malens und Collagierens auf schwerem Papier hin zu einem sukzessiven Schichtverfahren aus verschiedensten Radiertechniken auf Bütten – ist dabei ein äußerst metaphern- und facettenreicher Zyklus entstanden, der anstatt zu illustrieren in einen verständigen, mit allen Sinnen arbeitenden Dialog zum geistesverwandten Dichter tritt. So wie die Verszeilen wollen auch die Bilder gleichsam gelesen und über das Erspüren eigener Assoziationsketten dechiffriert werden, um dem nachzuspüren, was über das in Wort und Bild Fassbare hinausweist. Für das Nachwort konnten wir abermals den Verleger Egon Ammann gewinnen, in dessen Verlag 2005 auch die Werkausgabe zu Attila József in der Neuübersetzung von Daniel Muth erschien, auf die sich unsere Textauswahl bezieht.

Buchbesprechung im 5plus-Magazin, 02/2015
Rezension auf Versalia.de, 01/2016
Grafikbrief 201 der Büchergilde Gutenberg, 01/2016
Radiobeitrag auf WDR3, 17.02.2016
Beitrag im Literaturblog Inventur, 16.03.2016
Aufnahme in der Ungarischen Nationalbibliothek in Budapest, 2017
Aufnahme in das Lyrik Kabinett, München – April 2018

 

 

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