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Verlag Wei├če Reihe

Edition No. 3

Erster Weltkrieg, Winter 1914/1915: Bei einem Aufkl├Ąrungsritt in der ungarischen Tiefebene ger├Ąt eine ├Âsterreichische Einheit der Kavallerie unter feindlichen Beschuss. An einer Br├╝cke, die den Eingang zu einer kleinen Stadt markiert, kommt es zu einem heftigen Feuergefecht. Baron Bagge, einer der Offiziere, wird dabei leicht am Kopf verwundet. Doch seine Schwadron bleibt sieghaft und zieht in den Ort ein, wo sie ├Ąu├čerst freundlich willkommen gehei├čen wird. Hier begegnet Baron Bagge der geheimnisvollen Charlotte. Von ihrer Sch├Ânheit und ihrem Wesen fasziniert, verf├Ąllt er ihr in leidenschaftlicher Liebe … Alexander Lernet-Holenia, geboren in Wien, wuchs in der Tradition einer ├Âsterreichischen Offiziersfamilie auf. Er selbst nahm als Kavallerieoffizier am Ersten Weltkrieg teil. Der Zusammenbruch der ├Âsterreichisch-ungarischen Monarchie im Jahre 1918 war der gro├če Einschnitt, auf den er in seinem literarischen Schaffen immer wieder zur├╝ck kam. Mit dem Baron Bagge von 1936 schuf Lernet-Holenia sein Meisterwerk: Eine brillante Novelle von lyrischer Melancholie und psychologischer Tiefe, die in ihrer hochkonzentrierten Sprache und eleganten Erz├Ąhlweise, reich an vielschichtigen Metaphern, heute zu den vortrefflichsten Leistungen der deutschsprachigen Literatur z├Ąhlt. Mit seinem Motiv des Schwebens zwischen Leben und Tod und dem Symbol der Br├╝cke f├╝r das unmerkliche Hineingleiten in den Traumzustand als dem Intervall, das ÔÇ×zwischen dem Sterben und dem wirklichen TotseinÔÇť liegt, gilt dieses subtile Schl├╝sselwerk des Autoren nicht zuletzt als ein zentrales Werk der ├Âsterreichischen Phantastik. Der Zeichner und Druckgraphiker Robert Schmiedel aus Leipzig, meisterlich ge├╝bt in der ├╝beraus detailreichen Darstellung auch von historischen Kriegsfeldszenen, hat exklusiv f├╝r unsere Edition einen gro├čartigen Radierzyklus in seinem unverkennbaren Stil gestaltet, der durch technische Souver├Ąnit├Ąt und vielschichtige Bez├╝ge zur Textvorlage nachhaltig beeindruckt. F├╝r das Nachwort zu dieser Edition konnten wir die Literaturwissenschaftlerin Franziska Mayer gewinnen, eine profunde Kennerin des Gesamtwerks von Alexander Lernet-Holenia.

NORMALAUSGABE NICHT MEHR LIEFERBAR!

Buchbesprechung im 5plus-Magazin, 02/2014
Grafikbrief 192 der B├╝chergilde Gutenberg
Musikalische Lesung im Heinrich-Heine-Haus in Paris, 02/2015

Aufnahme in ├Âffentliche Sammlungen:
We Are Europe! e.V., D├╝sseldorf, 2013
Stadtmuseum M├╝nster, 2013
Universit├Ątsbibliothek Marburg, 2020