



Italien im frühen 20. Jahrhundert: In der teilweise autobiografischen Novelle Ein gelungener Streich erzählt der zunächst erfolglose, nur als Geheimtipp geschätzte Romancier Italo Svevo (Pseudonym für Aron Hector Ettore Schmitz, 1861-1928) vom sanftmütigen und erfolglosen Literaten Mario Samigli, der vom großen Ruhm träumt. Svevo beschreibt in dem ihm eigenen hintergründigen Stil aus subtilem Humor, zärtlicher Ironie und psychologischem Scharfsinn, wie ein böser Streich sich letztlich als ein Glücksfall für den sensiblen Dichter erweist. Die kraftvollen Farbholzschnitte der Grafikkünstlerin Katrin Magens greifen in ihrem unverkennbaren Ausdruck die humoristische Art Svevos auf. Sie setzen ebenso tiefgründig wie feinfühlig Gedanken und Träume wie Zweifel und Ängste aus verschiedenen Szenen der Novelle ins Bild. Im Nachwort stellen die profunden Svevo-Kenner Esther Schomacher und Rudolf Behrens die vielschichtige und mehrdeutige Bedeutung des Textes dieses heute so anerkannten Schriftstellers heraus.